Vielleicht haben auch Sie sich vorgenommen, wieder aktiver zu werden – sei es für einen Firmenlauf, einen Urlaub in den Bergen oder einfach, weil Bewegung wieder mehr Platz im Alltag bekommen soll.
Laufen gehört zu den einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Regelmäßiges Ausdauertraining kann den Blutdruck senken, den Stoffwechsel verbessern und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduzieren.
Es ist also fast nie die Frage, ob Bewegung sinnvoll ist – sondern vielmehr, wie der Einstieg sicher gelingt.
Gerade nach einer längeren Trainingspause oder einer Phase mit wenig Bewegung stellt sich vielen eine berechtigte Frage:
„Kann ich einfach loslaufen oder sollte ich mein Herz vorher untersuchen lassen?“
Die gute Nachricht lautet: Die meisten gesunden Menschen können mit einem moderaten Lauftraining problemlos beginnen. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein kardiologischer Check sinnvoll sein kann.
Ein Herz-Check empfiehlt sich insbesondere, wenn Sie nach einer längeren Trainingspause oder einer Phase mit wenig Bewegung wieder regelmäßig aktiv werden möchten oder sich sportlich neue Ziele setzen.
Auch bei Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes mellitus oder einer familiären Vorbelastung für Herzerkrankungen ist eine kardiologische Untersuchung sinnvoll.
Treten unter Belastung Beschwerden wie Brustschmerzen, ungewohnte Luftnot, Herzstolpern oder Schwindel auf, sollten diese grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Wer sich auf einen Firmenlauf, einen Halbmarathon oder Marathon vorbereitet, profitiert unabhängig vom Alter von einer sportkardiologischen Untersuchung. Ziel ist nicht, Menschen vom Sport abzuhalten – sondern ihnen Sicherheit zu geben und die individuelle Belastbarkeit realistisch einzuschätzen.
Viele Menschen befürchten, dass ihnen nach einer Untersuchung vom Sport abgeraten wird. Meine Erfahrung ist jedoch eine andere.
In den allermeisten Fällen bestätigt die Untersuchung, dass einem gesunden Training nichts im Wege steht. Gleichzeitig können mögliche Risikofaktoren frühzeitig erkannt und individuelle Empfehlungen für einen sicheren Trainingsstart gegeben werden.
Gerade beim Wiedereinstieg in ein regelmäßiges Training schafft ein Herz-Check häufig genau das, was sich viele wünschen: Sicherheit und ein gutes Gefühl beim Einstieg.
Je nach Fragestellung umfasst ein sportkardiologischer Check-up unter anderem ein Ruhe-EKG, eine Belastungsuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie).
Manchmal können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Welche Diagnostik im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich immer nach der persönlichen Vorgeschichte, den Beschwerden und den sportlichen Zielen.
Laufen gehört zu den besten Investitionen in die eigene Gesundheit. Wer langsam beginnt und beschwerdefrei ist, kann meist ohne Bedenken starten.
Bestehen jedoch Risikofaktoren, Unsicherheiten oder sportliche Ziele mit höherer Belastung, kann ein sportkardiologischer Check-up eine sinnvolle Grundlage für einen sicheren und unbeschwerten Trainingsstart sein.
Denn das Ziel einer sportkardiologischen Untersuchung ist nicht, Sport zu verhindern – sondern ihn sicher zu ermöglichen.
✔ Wiedereinstieg nach längerer Trainingspause oder einer Phase mit wenig Bewegung
✔ Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte
✔ Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie
✔ Herzstolpern, Brustschmerzen oder Luftnot unter Belastung
✔ Vorbereitung auf einen Firmenlauf, Halbmarathon oder Marathon
Dr. med. Ines Dauk
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie
Sportmedizinerin